Der Winter ist da, daran lassen auch die Temperaturen keinen Zweifel mehr. In den letzten Wochen war es hier in München zeitweise bis -15°C. Es ist bereits Mitte Februar und doch ist dies mein erster Blogeintrag des Jahres.
In den nächsten Monaten steht mir eine anstrengende und stressige Zeit bevor. Ende Februar findet die Zwischenprüfung meiner Ausbildung als Fachinformatiker statt. Die Berufsschule neigt sich langsam dem Ende zu. Es gibt noch einen zweiwöchigen Block im April, danach war es das aber auch schon. Die restliche Zeit ist lernen angesagt. Bis Mai ist das Abschlussprojekt fällig und schließlich auch noch die Abschlussprüfung. Drückt mir die Daumen!
Der betriebliche Teil meiner Ausbildung läuft bis März 2013.
Allgemein hat dieses Jahr schon viel Gutes mit sich gebracht.
Beruflich läuft es gut und was für mich persönlich noch wichtiger ist, privat geht es mir wieder sehr gut.
Meine bessere Hälfte ist wieder an meiner Seite und wir freuen uns auf die Zeit, die vor uns liegt. 
Was euch, als Besucher dieser Seite aber vermutlich am meisten interessiert, sind natürlich meine kreativen Hobbies.
Das Schreiben und meine Indie Game Projekte.
Auch da gibt es ein paar Neuigkeiten, nur komme ich kaum dazu, darüber zu schreiben.
Seitdem ich im Berufsleben bin, ist die Zeit knapp und die Freizeit, die ich habe, nutze ich lieber, anstatt bloß darüber zu sprechen, was ich vorhabe oder tun könnte.
Im letzten Jahr hat sich vieles verändert und ich habe einen neuen Blickwinkel auf die Dinge bekommen, die in meinem Leben wichtig sind.
Meine Arbeit als Anwendungsentwickler gefällt mir gut und ich glaube es ist der ideale Mittelweg für mich zwischen Hobby und Beruf.
Rückblick 2010: Eerievale
Das Jahr 2010 widmete ich ganz meinem Traum, meine Indie Game Projekte, insbesondere Eerievale, zu verwirklichen. Ich hoffte, mir auf Dauer vielleicht mit eigenen Game Projekten etwas aufbauen zu können. Dabei wurde mir aber auch klar, dass manche Dinge, die in der Theorie gut klingen, so im Alltag selten funktionieren.
Was und wie es für mich funktionierte, musste ich erst einmal herausfinden.
Es ist natürlich auf der einen Seite ein Traum, sich seine Arbeit frei einteilen zu können und an etwas zu arbeiten, was man liebt. Doch es ist anders, als wenn man etwas hobbymäßig betreibt.
Als Hobby kann man sich in seiner Freizeit ganz in etwas vertiefen und darin aufgehen. Es ist toll und es macht Spaß.
Wenn nun aber ein solches Hobby zum Beruf wird, macht es eben nicht nur Spaß. Es gibt auch schwere Zeiten und frustrierende Phasen, in denen es einfach nicht so funktioniert und Sorgen den Alltag überschatten. Wovon sollte ich leben und meine Rechnungen bezahlen?
Ich brauchte nicht viel, aber selbst wenn ich eine Weile von Ersparnissen und auf engem Raum lebte, war mir stets klar, so würde es nur eine Weile gehen.
Bald stellte sich heraus, die Zeit würde nicht reichen, um etwas fertig zu stellen. Schon gar nicht mit dem Qualitätsstandard, den ich mir gesetzt hatte.
Genaugenommen merkte ich, dass aus der Not heraus, in absehbarer Zeit irgendwie meinen Lebensunterhalt bestreiten zu müssen, auch die Fortschritte, die ich am Projekt machte, übereilt wirkten und immer schleppender wurden. So ging es einfach nicht weiter. Es tat weder mir, noch dem Projekt gut.
Was lief also schief? Ich hatte einiges an Erfahrung aus vorherigen Projekten, eine tolle Idee, ein winziges aber tolles Team (genaugenommen bestand der Kern aus mir und meiner besseren Hälfte) und einen gemeinsamen Traum. Es gab sogar, wie die Website vermuten ließ, eine Fangemeinde, die sich auf Eerievale freute.
Mir wurde klar, die meisten Indie Entwickler, die schließlich etwas veröffentlichen, hatten mir eine Sache voraus. Sie hatten einen Alltagsjob, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestritten.
Sie arbeiten an ihren Projekten mit einer Energie und Unbeschwertheit, die mir nach einem Jahr ohne Pause schließlich fehlte. Wenn mir etwas am Herzen liegt, stecke ich mein ganzes Herzblut hinein. Ich bin perfektionistisch und kämpfe für meine Träume. Das ist mein Segen aber auch mein Fluch. Es ist gut auch seine Schwächen zu kennen.
2011 bedeutete für mich viele Veränderungen und ich setzte meine Prioritäten komplett neu. Ich beschloß, nach meinen eher schmerzhaften Erfahrungen in der Games Branche, nachdem ich als Kreativer nur ausgebeutet wurde und auch von eigenen Projekten nicht leben konnte, mich beruflich umzuorientieren.
Es gibt viele Dinge, die mich interessieren und viele Dinge, die mir liegen. Da ich aber mit Computern großgeworden bin, war es naheliegend in ihrer Nähe zu bleiben. 
Ich nahm meine Ausbildung zum Fachinformatiker in Angriff und zog nach München.
Im Sommer wagte ich darüber hinaus ein Experiment. Ich stellte meine bisherigen Homebrew Games als kostenfreien Download auf meine Website und bot den Besuchern die Möglichkeit zu spenden, um meine Projekte zu unterstützen. Das Ergebnis war circa 5300:1.
Es war ein tolles Gefühl zu sehen, dass doch jemandem meine Arbeit eine Spende wert war, schließlich war es absolut freiwillig. Die Ausnahme, die wohl die Regel bestätigt. Ich hatte aber doch gehofft, auf mehr Unterstützer in der Community zu treffen.
Nun, somit hatte sich bestätigt, was ich zuvor nur vermutet hatte. Indie Entwicklung kann für mich nur als reines Hobby funktionieren. Und genau so werde ich es in Zukunft handhaben.
Als reine Projekte aus Leidenschaft, die in meiner Freizeit entstehen und vielleicht irgendwann soweit fertiggestellt sind, dass ich sie auf meiner Website veröffentlichen und sich jemand daran erfreuen kann.
Besonders liebe ich die 2D Spiele der frühen 90er Jahre, weil man ihnen noch die Leidenschaft und Liebe zum Detail anmerkt, die ihre Entwickler bewegt hat.
Videospiele sind für mich kein Konsumgut. Sie sind Kunst und Handwerk und nichts das von industrieller Fertigung profitiert. Es ist ein kreatives Medium, vielleicht das vielversprechendste kreative Medium, auch wenn das heute die meisten Entwickler und Spieler längst vergessen haben.
Ich habe mich wieder daran erinnert und genau mit diesem Gedanken werde ich meinen Weg als Indie Entwickler in meiner Freizeit weitergehen.
Ich habe auch schon eine Idee wie es in dieser Richtung weitergeht. Sobald es etwas zu sehen gibt, kommt es natürlich auf die Website.
Auch als Autor war dies bereits ein gutes Jahr für mich. Ich hatte den Vorsatz gefaßt von nun an regelmäßig zu schreiben.
Jeden Tag stehe ich früher auf, um morgens mein Pensum zu schaffen. Auf diese Weise beginnt der Tag schon gut und birgt noch bevor ich die Wohnung verlasse die ersten Erfolgserlebnisse. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass so ganz automatisch meine Geschichten weiter fortschreiten.
Im November begann ich mit einem neuen Romanprojekt. Es trägt den Arbeitstitel Lilar Canea und ist eine Fantasy Geschichte mit retro-futuristischen Elementen, die von zwei Waisenkindern handelt, die in einer erbarmungslosen industriellen Welt aufwachsen. Gemeinsam kommen sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Sie können das Waisenhaus, das einzige Zuhause das sie kennen, nie wieder mit den gleichen Augen betrachten.
Zur Zeit stehe ich bei 80.000 Worten, die Geschichte ist vielleicht zur Hälfte fertig und bisher ist sie bei den Testlesern sehr gut angekommen. Mir wurde gesagt, ich hätte seit dem letzten Jahr große Fortschritte gemacht. 
Für mich persönlich ist das Schreiben eine großartige Möglichkeit mich kreativ zu verwirklichen, etwas für mein Wohlbefinden zu tun und ganz nebenbei etwas Spannendes zu erschaffen.
Besonders gerne würde ich auch in meine Indie Projekte mehr Storytelling einbringen. Vielleicht schaffe ich es ja bald, beides zu verbinden.
Das war es fürs erste. Bis zum nächsten Blog Eintrag!